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Gewässerunterhaltung

Allgemeine Informationen

Warum muss ein Gewässer unterhalten werden?


Im Laufe der Jahre verlieren die Gewässer infolge Verlandungen (z.B. durch fortschreitendes Pflanzenwachstum oder Blätterfall von Bäumen) ihre Funktionsfähigkeit zur Ent- bzw. Bewässerung.
Der Abflussquerschnitt verringert sich oder es kommt durch die Schlammauflage zu einer Verstopfung der Rohrdurchlässe. Dies wiederum führt zum Wasserstau, welcher eine Überflutung der angrenzende Flächen zur Folge haben kann.

Wer muss das Gewässer unterhalten?

Für die Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung sind grundsätzlich die Grundstückseigentümer bzw. Anlieger verantwortlich.

Die Unterhaltung von Gewässern II. Ordnung liegt in der Zuständigkeit der Unterhaltungsverbände.

Wie kann man seiner Unterhaltungspflicht gerecht werden?

Die Unterhaltung eines Gewässers umfasst seinen ordnungsgemäßen Abfluss, die Pflege und Entwicklung.

Unterhaltungsmaßnahmen sind z.B.
           

  • das Mähen und Zurückschneiden der Vegetation an Uferböschungen und / oder grabenbegleitender Randstreifen,
  • das Mähen und Entfernen von im Wasser wachsende Pflanzenbeständen,
  • die Entfernung von Pflanzen und Schlammablagerungen aus dem Gewässer,
  • das Spülen von Verrohrungen und Durchlässen.


Was ist bei der Unterhaltung zu beachten?

Gemäß § 39 Abs. 5 Nr. 3 und 4 BNatSchG ist es verboten,

  • Röhrichte in der Zeit vom 01.03. bis einschl. 30.09. eines jeden Jahres zurückzuschneiden; außerhalb dieser Zeiten dürfen Röhrichte nur in Abschnitten zurückgeschnitten werden.
  • Ständig wasserführende Gräben unter Einsatz von Grabenfräsen zu räumen, wenn dadurch der Naturhaushalt, insbesondere die Tierwelt erheblich beeinträchtigt wird.


Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Fehnders sowie die Ansprechpartner der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland gerne zur Verfügung.

 
Rechtsgrundlage

Näheres wird geregelt in den §§ 37 ff WHG und §§ 61 ff NWG

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