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Osterstraße 9
26316 Varel

Varel-Pfad

Grundschule Osterstraße

Das Gebäude wurde 1877, finanziert durch wohlhabende Bürger, für den Realschulzweig der höheren Lehranstalt der ehemaligen Bürgerschule in der Nebbsallee errichtet. Von 1887 bis 1913 wurde das Gebäude unter der Leitung von Professor J. D. Thyen als höhere Landwirtschaftsschule genutzt. Im Anschluss waren hier das Oldenburgische Lehrerseminar, die Volksschule für Knaben und ab 1974 schließlich die Grundschule untergebracht. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude der Marine als Lazarett.

Der Ziegelbau von Architekt Ludwig Klingenberg ist in neugotischen Stilformen erbaut und fügt sich in die Reihe der zu dieser Zeit entstandenen größeren Gebäude wie dem Amtsgericht oder Krankenhaus ein. Gleichzeitig handelt es sich um die erste größere Schulanlage in Varel.  Am Gebäude befinden sich Betonplatten mit Inschriften (Archimedes, Gauss, Lessing, Schiller, Goethe, Luther, Kopernikus). Auch die an den beiden Mauervorsprüngen der Mittelachse angebrachten Figurenpärchen deuten auf den Bildungscharakter des Gebäudes hin. Auffällig ist der sich auf dem Dachfirst befindliche, durch 4 Mauerwerkspfeiler gefasste, zentrale Dachaufsatz mit großflächiger Verglasung, welcher früher als Sternwarte genutzt wurde.

Nutzung der Grundschule Osterstraße seit 1877:
1877 - 1887 Realschule
1887 - 1913 Großherzogliche Landwirtschafts- und Ackerbauschule
1913 - 1924 Oldenburgisches Lehrerseminar
1924 - 1961 Knabenschule
1961 - 1973 Volksschule
1973 - heute Grundschule

Zu Beginn des Schulbetriebs erfolgte eine Trennung der Geschlechter. So konnte die Schule im Jahr 1877 in Real- mit Vorschule 160 Schüler und 61 Schülerinnen in der Töchterschule begrüßen.

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