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Baugewerkschule

Das staatliche Schulgebäude für den "Großherzoglichen Baugewerk- und Maschinenbau" wurde 1895 im Stil der Neo-Renaissance gebaut. Die Absolventen machten sich als Bauunternehmer selbstständig, arbeiteten als Bautechniker oder in der öffentlichen Bauverwaltung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Schule in "Technikum Varel" umbenannt und 1933 aufgelöst, da die Einrichtung nach Oldenburg übersiedelte. Ab 1938 übernahm der Landkreis das Gebäude als Berufsschule. Heute wird es durch das Lothar-Meyer-Gymnasium genutzt.                                                       

Die Baugewerkschulabsolventen waren zum Ende des 19. Jahrhunderts für einen Großteil der Neubauentwürfe verantwortlich, nur ein geringer Anteil wurde von akademisch vorgebildeten Architekten erarbeitet. Das ästhetische Lehrparadigma bildete dazu bis ca. 1908 der Historismus. Somit können die Absolventen als hauptsächliche Vermittler historistischer Ideale im ländlichen Raum gesehen werden, wobei diese Entwicklung damals auf starke Kritik stieß. Die historistische Architektur wurde als "mit Schmuck überladen" und städtisch bezeichnet und ihre Verwendung bei ländlichen Bauten abgelehnt. Bis heute wird das Erscheinungsbild der Stadt Varel durch die Baugewerkschüler maßgeblich bestimmt.

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