Entwicklungskonzept des Nordseebades Dangast

Zur Kompromissfähigkeit  im Diskussionsprozess  um das Entwicklungskonzept des Nordseebades Dangast

Liebe Varelerinnen, liebe Vareler,

das Thema Dangast-Entwicklung wird in den Zeitungen intensiv behandelt. Wir haben verwaltungsseitig alle Positionen veröffentlicht und keine Diskussion gescheut. Sogar der jetzige Wirtschaftsminister hat sich persönlich für unser Veränderungskonzept stark gemacht. Ein Arbeitskreis wurde gebildet und in diversen Sitzungen wurde argumentativ gerungen.

In den letzten Sitzungen des Betriebsausschusses wurde nun durch einige  Teilnehmer beklagt, dass innerhalb des einjährigen Projektes zur Entwicklung des Nordseebades Dangast keine Kompromisse gefunden wurden.
Dieser Eindruck ist falsch und muss korrigiert werden. In einem intensiven, offenen Diskussionsprozess wurden im Gegenteil sehr beachtliche Ergebnisse erzielt, bzw. Erkenntnisse gewonnen, die sich nachhaltig auf das im März 2012 vorgestellte Diskussionspapier der Verwaltung ausgewirkt haben:

Im ursprünglichen Konzept der Verwaltung stand als eindeutige Positionierung, dass für die Kuranlage die Option des kompletten Abrisses eingeplant werden sollte. Im Laufe des Diskussionsprozesses hat sich entwickelt, dass einige Bestandteile der Kuranlage, z.B. das Mehrzweckgebäude mit dem Bistro und auch das DangastHaus durchaus auch einer weiterführenden Nutzung für nachfolgende Eigentümer finden könnte. Diese Überlegungen wurden kommuniziert  und sind in zwei der vorliegenden Interessentenkonzepte aufgenommen worden.

Für das Deichbaukonzept wurde von der ursprünglich angedachten Lösung, den Außendeich durch eine entsprechende Ertüchtigung des Schutzdeiches am Quellbad zu verlegen, Abstand genommen. Aufgrund einer Konzeptvorlage der SPD Fraktion wird nun eine maßvolle Erhöhung des Deiches mit einer statistischen Sicherheitsoption für die nächsten 80 Jahre gewählt und der Außendeich bleibt in Form und Funktion erhalten.

Die ursprüngliche Planung der Verwaltung sah eine rechnerische Größe von 1.000 Betten und eine daraus resultierende Reduzierung des Defizites des Eigenbetriebes bis auf "0" vor. Im Laufe der Diskussion und durch die  Aussagen der Expertenanalysen wurde der Volumen auf ca. 650 - 700 Betten reduziert. Mit dieser Reduzierung soll besonders den Anforderungen an die Baudichte auf den zur Diskussion gestellten Grundstücksflächen entsprochen werden, aber auch die zumutbaren Belastungen der Bevölkerung durch die Tourismusintensität eingegrenzt werden. Einher geht allerdings auch, dass das Ziel der Ergebnisreduzierung auf "0"  allein durch die Maßnahmen aus dem Verwaltungskonzept nicht erreicht werden können.

Die ursprünglich von der  Bürgerinitiative (BI) geforderte Abschaffung des Eigenbetriebes wurde ebenfalls durch die umfassenden Informationen und Diskussionen zu einen gemeinsamen Ansatz, der die permanente Überprüfung und Überwachung der Effizienz der Maßnahmen und Tätigkeitsbereiche fordert, entwickelt. Hier hat die BI inzwischen eine andere Position eingenommen.

Für die Entwicklung der Grundlagen für eine Verwertung der Grundstücke wurde gemeinsam Ideen für Rahmenbedingungen entwickelt, die die Bauhöhen, Baudichte, verwendete Materialien und Zugänglichkeiten definieren. Besondere Berücksichtigung fanden dabei die Ausarbeitungen des Arbeitskreises der Dorferneuerung.

Allen muss bewusst sein, dass die Stadt Varel kein Geld mehr in Richtung Dangast in Form von Defizitausgleichen bringen kann. Bald 20 Mio. € Schulden der Stadt sprechen eine eindeutige Sprache. Notwendige nachhaltige Investitionen können damit nur aus dem eigenen Bestand "bezahlt" werden.

Insgesamt wurde eine wertvolle Diskussion und Kommunikation im Nordseebad Dangast und in der Stadt Varel in Gang gesetzt. Die Wertigkeit des Tourismus für Dangast und die Stadt Varel wurde in das Bewusstsein gebracht, eine Sensibilisierung für eine qualitative Entwicklung wurde geschaffen. Als positive Effekte sind z.B. die gemeinsamen Aktionen der BI, des Kurvereins, der Kurverwaltung und der Bürger des Ortes Dangast zu nennen. Diese sollen Dangast bereichern.

Herzlichst, Ihr

Gerd-Christian Wagner

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